Zier- oder Malschrot

Katzenfirst

Sie sehen hier den Zier- oder Malschrot des Hiertlhauses, Fl. 12. Dieses Wohngebäude links dem Eingang zum Knotzingerhof fällt durch seine besondere Zimmermannskunst auf. Dies war auch der Grund, warum der Museumsgründer Kurt Conrad es für das Salzburger Freilichtmuseum ausgewählt hat. Die Eckverbindungen mit den Zwischenwänden zeigen neben der Haustüre einen Ziegenkopf und einen Kreis.

Als Zier- oder Malschrot bezeichnet man eine Holzverbindung, die nicht nur funktionell ist, sondern auch Verzierungen aufweist. An Zwischenwandbalken (Klingschrot) oder im Eckverbund (Schließ- oder Kopfschrot) alter Blockbauten brachten die Zimmerleute Verzierungen an, die in Form von wertvollen Wirtschaftsgütern, von Tiergestalten, von Werkzeugen, Kreuzen, Buchstaben, Herzen oder Sternen oder mittels einfacher geometrischer Formen gestaltet wurden. Sie stellten hier ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis und schufen ein langlebiges Zierelement für das Haus.

Da es heute kaum noch im Blockbau gezimmerte Häuser gibt, die in Handarbeit errichtet wurden, findet man diese barocken Zierelemente nur noch sehr selten.

 

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