Der Mesner in der Stube

 

Ein seltener Blick in unser Mesnerhaus Anfang der 1930er Jahre. Es ist die einzige Innenansicht, die wir besitzen. Von 1677 bis Anfang der 1970er Jahre war das Haus bewohnt und die Bergheimer Mesner, die auch in Personalunion Organisten und Schullehrer waren, hatten hier quasi ihre Dienstwohnung. Bis 1890 war im ersten Stock ein Klassenzimmer untergebracht, in dem die Bergheimer Volksschüler unterrichtet wurden. Dieses wird auch im Museum gezeigt. Als es keine hauptberuflichen Mesner mehr gab und das Haus auch schon sehr baufällig war, übertrug man es 1980 ins Salzburger Freilichtmuseum, wo es heute vor allem die ländliche Schulgeschichte des Landes Salzburgs dokumentiert.  

Einer der letzten hauptberuflichen Mesner, Anton Rinnberger sitzt hier mit der Pfeife am Kachelofen. Pfeifen hatte er wohl mehr und sie in einem eigenen Regal – man sieht es über ihm – sorgfältig abgelegt. Am Türstock sehen wir die großen Kirchenschlüssel und in der Küche dahinter steht eine Rarität für damalige Zeit – ein Elektroherd.

In den 1920er Jahren kam der Strom nach Bergheim, doch es gab noch sehr wenige Elektrogeräte, er ermöglichte vor allem die Beleuchtung. Das änderte sich aber bald, und die ganze Arbeitswelt wurde revolutioniert. Der Elektroherd Anfang der 1930er Jahre war sicher noch etwas ganz Besonderes, weil er auch fotografiert wurde. Dieses Bild wurde laut Auskunft von Familie Kardeis, Nachkommen von Anton Rinnberger, sogar vom Elektrizitätswerk zu Werbezwecken verwendet.

 

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